Gleichgewicht

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3. Dez 17

aber die Gleichberechtigung besteht doch durch die Freiwilligkeit irgendwie trotzdem
Ist jetzt ein bisschen eine Frage dessen, wie man die Wörter auslegt. Wenn jemand freiwillig seine Rechte in einer Beziehung abgibt und ihn das erfüllt, will ich einfach nicht von Gleichberechtigung sprechen. Denn genau darum geht es ja: Um ein Machtgefälle, bei dem einer mehr Rechte hat als der andere. Von Gleichgewicht aber natürlich schon. Oder höchstens von Gleichberechtigung auf Meta-Ebene.
 
JOY-Angels
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3. Dez 17

Wenn jemand freiwillig seine Rechte in einer Beziehung abgibt und ihn das erfüllt, will ich einfach nicht von Gleichberechtigung sprechen. Denn genau darum geht es ja: Um ein Machtgefälle, bei dem einer mehr Rechte hat als der andere.

Also, von welchen Rechten reden wir denn? Letztlich gibt Sub die Recht ab, die sie verantworten kann und hat jeder Zeit das Recht zu entscheiden, wenn sie das nicht mehr kann. Ob Top das nun gefällt oder nicht. Wenn sie das nicht (mehr) entscheiden kann, reden wir ja wieder von anderen Sachen, Abhängigkeit und co.
Also gehen nicht wirklich irgendwelche Rechte verloren *nixweiss*

Mal wird hier in höchsten Tönen von Hingabe und Geschenk geredet und nun geht die Gleichberechtigung verloren...

Es geht um Machtgefälle, in denen sich beide Seiten wohl fühlen und entfalten können und das ist für beide wichtig und schön. Warum muss das immer aufgewogen werden? Damit sind wir wieder beim "Gleichgewicht".
Am Ende sollte keiner irgendwas verlieren, sondern beide gewinnen.
 
 
3. Dez 17

Je mehr ich mich unterwerfe, desto mehr dominiert mich mein Herr. Das ist für mich auch eine Form des Gleichgewichtes.

Das funktioniert aber nur solange, wie ich das so zulasse, bzw. mein Herr es tut. Bricht nur einer aus diesem Verhalten aus, oder weicht nur ein wenig von diesem Machtgefälle ab, ist dieses Gleichgewicht gestört, bzw. zerstört.
 
 
3. Dez 17

Also, von welchen Rechten reden wir denn?
Na doch wohl von denen innerhalb einer Beziehung. Oder innhalb einer Session. Jedenfalls geht es nur im Rechte in einem bestimmtem Rahmen. Nicht um die Rechte, die darüber hinaus gehen.

nun geht die Gleichberechtigung verloren.
Tatsächlich möchte ich eben nicht das Gefühl haben, in meiner Beziehung immer, überall und auf allen Ebenen gleichberechtigt zu sein. Ich möchte nicht das Gefühl haben, über alles zu bestimmen, wie mir grade der Sinn steht. Das ist meine Art der Erfüllung und für mein Gleichgewicht sehr wichtig.

Und, sorry, aber wenn du so argumentierst:
Also gehen nicht wirklich irgendwelche Rechte verloren
brauchen wir eigentlich auch nicht darüber reden:
Es geht um Machtgefälle
Den ein ECHTES Machtgefälle gibt es in dem Sinn auch nicht. Schon gar nicht, wenn Sub nach belieben das Machtgefälle an- und aus-schalten und definieren kann. Wenn wirklich einer die Macht hat, sind wir auch sofort bei Abhängigkeiten und co. Also wenn dann bitte konsequent: Es geht um eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die sie sich nach ihren Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen gestalten.

Wenn wir zu sehr auf Meta-Ebene diskutieren und an jedem Wort endlos rum philosophieren, brauchen wir Begriffe wie "Machtgefälle", "Gleichberechtigung"/"Rechte abgeben", "Selbstlosigkeit" (soll es ja auch nicht geben), aber auch "Dominanz", "Unterwerfung", "Gleichgewicht" (echtes Gleichgewicht immer und überall gibt es in Beziehungen sicher auch nicht) etc pp. alle nicht mehr.

Um zum Ende zu kommen:

... in denen sich beide Seiten wohl fühlen und entfalten können und das ist für beide wichtig und schön [...] Am Ende sollte keiner irgendwas verlieren, sondern beide gewinnen.

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Und eben deswegen gefällt mir hier "Gleichgewicht" besser als Wörter wie "Gleichberechtigung" oder auch "Gleichwertigkeit", weil es am besten ausdrückt, um was es eigentlich geht. Und weil das Gleichgewicht eben darin liegen kann, dass sich beide darüber einige sind, dass sie unterschiedliche Rechte haben / ein Machtgefälle haben / eine Dynamik leben, in der eben nicht beide "gleich" sind. Sondern eben so, dass es beide erfüllt.
 
 
4. Dez 17

Muss es gleich Gewicht geben?
Ich Frage mich ob es ein gleich Gewicht geben muss egal in welchem Bereich.

Viel wichtiger ist es Akzeptanz und Toleranz. Würde es viele akzeptieren, würde es viel ruhiger auf der Welt zu gehen.

In unser Partnerschaft ist die Akzeptanz und Toleranz da, deswegen funktioniert die Beziehung im Alltag wie auch in unsere Traumzeit BDSM.

SOPHIE
 
 
5. Dez 17

Die Natur strebt Gleichgewicht an ...
... immer und überall. Weshalb sollte dieser Grundsatz ausgerechnet für Beziehungen nicht gelten?


LG BoP (m)
 
Gruppen-ModJOY-Angels
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5. Dez 17

Inwiefern strebt die Natur denn immer und überall Gleichgewicht an? Kannst du das noch näher ausführen? Weil ich sehe weder in der Natur noch in Beziehungen einen besonderen Gleichgewichtsbezug.
 
 
5. Dez 17

Inwiefern strebt die Natur denn immer und überall Gleichgewicht an? Kannst du das noch näher ausführen? Weil ich sehe weder in der Natur noch in Beziehungen einen besonderen Gleichgewichtsbezug.
Die Natur sorgt Proportional immerhin für ein Gleichgewicht an Lebewesen und Lebensraum
selbst durch Eiszeiten oder lange Dürren passte das Verhältnis noch
Wenigstens so lange bist die Gattung mensch das Zepter schwang und der Natur entgegentrat.
Beziehungen sind auch heute noch im Gleichgewicht,es sei denn es wird Ihnen von außen impliziert das sie es nicht sind und einer aus dieser Beziehung denkt das dann ändern zu müssen.
 
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5. Dez 17

Stimmt, die Natur strebt nach Gleichgewicht. Es ist aber ein dynamisches Gleichgewicht. Ein statisches Gleichgewicht wird es in der Natur nie geben, genauso wie es das hoffentlich in keiner Beziehung geben wird, denn dann ist beides in kürzester Zeit tot.

Der Wandel, die Veränderung ist das Wesen des Lebens. Wir verändern uns. Jeden Tag. Wir sind die Summe unserer Erfahrungen. Da wir jeden Tag neue machen, erweitert sich diese Summe stetig.
Machen Paare diese Erfahrungen gleichzeitig, ist es dennoch nicht dasselbe. Jeder bewertet dieselbe Situation ja trotzdem etwas anders.

Beim BDSM kommt dies dann besonders zutage: Dom erlebt eine Session völlig anders als Sub. Die Perspektive ist vollkommen verschieden.
Eine richtig gute Session zeichnet sich dann dadurch aus, dass obwohl beide vollkommen unterschiedliche Perspektiven haben, sie sich beide danach pudelwohl fühlen und beide danach eine Runde "fliegen" gehen.
Auch das ist dann so eine Art Gleichgewicht. *g*
 
 
5. Dez 17

kleiner Einwurf
Die Verhältnisse in der Populationsdichte zwischen Füchsen und Mäusen mit dem Schbass bei und in Rollenspielen zu vergleichen... ist zwar ein lustiger Zeitvertreib nur bringtz nix....

Schon auf der Kinderschaukel merkt mer das neben der Last, der Hebellänge auch die Dynamik / Kraft entscheidet, was Unten und was Oben endet... wer will da schon Gleich + Augenhöhe *heul*

Die Welt hat zwar auch einen wandernden Drehpunkt awwer dazu noch 6 mögliche Richtungen (90°)

Echte Gleichgewichte sind übrigenz extrem Selten... Meist wird das Sinnbild zur Befriedung von unausgewogenen (ungerechten) Verhältnissen bemüht.... und nicht wegen der Gleich Gewichtung...

Such doch mal zwei ganz genau gleich Gewichtige Steine am Flussufer / in einem Steinbruch *haumichwech* also ich hab ne Waage im Milligramm Bereich und helfe gern....

In der Natur obsiegt immer die Optimalere Lösung oder die Särkere Kraft... also mal der Fels und mal dess Wasser... je nach dem....

in Beziehungen herrscht die Faire Asymetrie vor.... also nicht Mann und Frau fangen jede nen Hirsch und jeder bekommt ein Baby... awwer der Herr geht jagen und die Frau kocht Suppe....

Also macht was äer wollt... *paddle* awwer vertragt Euch *kuschel*

Alles Liebe *regenbogen* oyo
 
Gruppen-ModJOY-Angels
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5. Dez 17

seelenfaenger4:
Wenigstens so lange bist die Gattung mensch das Zepter schwang und der Natur entgegentrat.

Der Mensch ist genau so Teil der Natur, wie alle anderen Lebewesen auch. In meinen Augen geht es nicht um Gleichgewichte, denn diese sind nur objektiv definierbar, weil sie sonst nicht allgemeingültig festgestellt werden könnten.

schwarzschaf:
Dom erlebt eine Session völlig anders als Sub. Die Perspektive ist vollkommen verschieden.

So ist es. Die Schlussfolgerung die ich da ziehe ist: Bei Beziehungen geht es um eine Symbiose. Das hat nichts mit Gleichgewichten zu tun, sondern ist letzten Endes schlicht ein Tauschgeschäft, das durch subjektiven Faktoren bewertet wird. Das optimale Resultat dabei ist die Zufriedenheit beider.
 
 
5. Dez 17

Ich würde mal vorsichtiger mit dem Wort Symbiose in Verbindung mit Beziehung sein
denn erstrebenswert ist das nicht

Symbiose (griech. syn/sym, zusammen; bios, Leben) in der Psychologie beschreibt bestimmte Formen von Abhängigkeit beim Menschen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Biologie und beschreibt hier evolutionär entstandene Formen des funktionalen Zusammenlebens artfremder Individuen zu wechselseitigem Nutzen.

Im Übertrag auf menschliche Beziehungen haftet dem Begriff meist negative Bedeutung an, sofern gelingendes Leben am Maß entwickelter Selbständigkeit und persönlicher Individuation bemessen wird. Symbiotische Beziehungen gelten so als minderwertige, entwicklungshemmende oder geradezu schädigende Lebensform, in der erwachsene Unabhängigkeit und Reife zugunsten der Befriedigung infantiler Bedürfnisse verfehlt werden.

Quelle Wiki
 
 
5. Dez 17

Gleichgewicht ...
... bedeutet für mich Ausgewogenheit. Je mehr Bereiche der beziehung in diesem Gleichgewichtszustand sind, desto stabiler die Verbindung. Und selbstverständlich sehe ich das alles dynamisch und nicht statisch!

LG BoP (m)


P.S. @ SciFi: Gleichgewichtszustände sind in einigen Hauptsätzen direkt oder indirekt impliziert.
Biologisches gleichgewicht, Thermodynamisches gleichgewicht, Chemisches Gleichgewicht ... Vieles ergibt sich dabei aus dem Streben nach grösstmöglicher Entropie
 
 
6. Dez 17

Gleichgewicht -Ausgeglichen
Meiner Meinung nach könnte man es in Prozent ausdrücken. Ist eine Beziehung mit einem 70%maso. und einem 70%sad. im gleichgewicht.
 
Themenersteller
 Themenersteller
8. Dez 17

Für mich ist ein Gleichgewicht gegeben wenn eine harmonische Symbiose von Dominanz und Devotion der beiden entstanden ist auch wenn es andere als Ungleichgewicht sehen würden. Wichtig ist das die beiden sich im Gleichgewicht sehen. Zum Wachstum bedarf es etwas Ungleichgewicht. Das Gleichgewicht bleibt der Grundstock auf dem die Beziehung baut und Bestand hat. Das Ungleichgewicht sollten meines Denkens kleine Schritte sein sodas man immer den Grundstock noch im Blick hat und diesen auch wieder erreichen kann.
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